Montag, 19. März 2012

Fertig ist fertig ist fertig

Und die Schreibblockade scheint überwunden. 

Habe ich die Story "Lichtgestalten" bestimmt geschätzte vier oder fünf Mal angefangen, nur um nach den ersten paar Absätzen zu scheitern, ist es mir heute abend gelungen, den sechsten Versuch glücklich zu beenden.
Vieles ist mir durch den Kopf gegangen, am häufigstens unflätige Flüche und Selbstzweifel.

Ohne meinen Lieblingslektor hätte ich es nicht geschafft. Gemeinsames Besprechen, Absatzweises Lauschen der frisch getippten Passagen und sofortiges Korrektorat, dazu immer wieder Unterstützung, Wertschätzung und Motivation - er ist unbezahlbar!

Ich würde hier ja gerne den ersten Absatz posten - geht aber nicht, weil ich alles gerade frisch an den p.machinery-Verlag geschickt habe und erst dessen Entscheidung abwarten muss... Also ist jetzt erst einmal Daumendrücken angesagt!

Montag, 5. März 2012

Ich bin ein Doppel-X-Chromosom...

... das lesen darf. Und während ich noch nach einem geeignetem Text suche, schaut ihr doch mal bei Kueperpunk nach, worum es eigentlich geht.

Einfach hier entlang:
kueperpunk: Science Fiction mit Doppel-X-Chromosom: Orbitale Revisionen...

Sonntag, 26. Februar 2012

Illustration für Tarelda

Setting und Antagonist - eingefangen in einem Augenblick.
Schau'n wir mal, ob sie genommen wird.

Dienstag, 14. Februar 2012

Hello again...

Lange Zeit ist es hier ruhig gewesen, lange Zeit gab es nichts von der literarischen Front zu berichten.

Jetzt kann ich allerdings gleich drei Nachrichten einstellen, wobei die eine noch taufrisch ist:

Gestern kam die Nachricht vom net-Verlag, dass meine Geschichte "Tarelda im Nebel" für die Anthologie Einhörner, Kobolde und andere phantastische Wesen ausgewählt worden ist! Dass Einhörner zwar schön aber nicht zwangsweise von guter Gesinnung sind, wird hier ausführlich beleuchtet.

Die zweite Nachricht betrifft das Fundstücke-Projekt des Wortkuss-Verlags. Hier konnte ich die Geschichte "The mercy seat" zu meinem ganz eigenem Fundstück - einem alten amerikanischen elektrischen Stuhl - rechtzeitig abgeben und auch eine bange Nachfrage bei der Verlegerin Simone Edelberg, ob die Story genügend Horror enthielte, wurde glücklicherweise bejaht. Also macht Euch auf etwas gefasst!

Drittens kann ich mich über mein Belegexemplar aus dem Sphera-Verlag freuen: "Schwester" gibt es seit ca einer Woche nun in gedruckter Form. Die Anthologie "Geschichten neben dem Verstand - Das Fremde in mir" hat die Druckerei verlassen und ist somit käuflich zu erwerben.

Ansonsten kämpfe ich noch mit einer heftigen Schreibblockade, bzw einem leergefegten Hirn, dazu kommen nur wenige Ausschreibungen, die mich bislang reizen. So gesehen wird dieses Jahr viel viel ruhiger werden als das letzte. Schaun wir mal und hoffen das Beste.

Freitag, 2. Dezember 2011

Patchwork


 Gestern ist es bei mir eingetroffen, das Belegexemplar von Nova 18. Im neuen Gewand, im neuen Verlag - und wie ich finde: rundum gelungen.

Neben anderen Stories hochklassiger Autoren ist auch Patchwork enthalten, eine Geschichte, die mit einer Frage endet, die den männlichen Vertretern unserer Spezies so oder so ähnlich auch hin und wieder durch den Kopf gehen mag.

Dabei fängt alles so harmlos an...


[...]Sie ist lange durch die Straßen gewandert, ziellos wie es schien, aber ist das Leben ziellos? Sie ließ sich durch die Menge treiben, tastete sich durch die Mäntel, Jacken, Tücher, die jetzt, im Vorwinter, allesamt nach totem Hund rochen. Sie hielt die Augen geschlossen, spürte mit den Fingerspitzen, spürte mit und auf ihren zwei Quadratmetern Haut die Gleichgültigkeit, den Ärger, das Missfallen derjenigen, deren Kreise sie störte. Sie roch sich durch billige Düfte ohne Kopf- und Fußnote, lernte jeden Tag aufs neue die ganze Varianz menschlicher Ausdünstungen kennen und lieben, verurteilte nichts und niemanden, sondern begrüßte jeden in ihrer Seele, solange sie die Augen nur fest geschlossen hielt, und die Wesen um sie herum kein Gesicht bekamen.
Und während dieses blinden Tanzes, der schweigend, auf Zehenspitzen, aufgeführt wurde – von ihr und den Menschen um sie herum - war sie doch nur auf der Suche.
Als sie nach Stunden erschöpft an einem Laternenpfahl neben einer Ampel innehielt, traf sie sein Duft wie ein Keulenschlag. Halt, murmelte sie. Halt! Mit der Linken krallte sie sich in den Kragenaufschlag seines Tweedmantels, um ihn zu stoppen. Die Rechte flatterte tastend hinauf zu seinem Gesicht. Er war groß, sie musste sich auf die Zehenspitzen strecken. Ein markantes Kinn, Bartstoppeln, rissige Lippen, hängende Backen, aber prägnante Jochbeine. Cäsaren-Nase.[...]

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Grotesk!

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft kann ich wundervolle Neuigkeiten verkünden:

endlich, endlich ist sie erschienen, die Genre-Anthologie Grotesk! des Candela-Verlags.

Und darin befindet sich neben 21 weiteren wundervollen Geschichten auch 'Vulcaniella Pomposella' aus meiner Feder. Ich bin gespannt auf den ersten Moment, ein echtes Hardcover aufzuschlagen, nach meiner Story zu suchen und sie dann das erste Mal in gedruckter Form zu lesen...

Vulcaniella Pomposella lag rücklings auf dem Bett, strich sich über den wogenden Leib und stierte Löcher in den Vormittagshimmel, der blau vor dem gekippten Fenster lungerte. Eine ganze Weile lang balancierte sie eine Pfauenfeder, die, nur von ihren Lippen gehalten, das Himmelsblau in weiten Bögen von links nach rechts durchmaß. Dann drehte sie den Kopf nach links und ließ die Feder auf das Kissen segeln: Sie hatte Hunger.
[...]