Montag, 5. März 2012

Ich bin ein Doppel-X-Chromosom...

... das lesen darf. Und während ich noch nach einem geeignetem Text suche, schaut ihr doch mal bei Kueperpunk nach, worum es eigentlich geht.

Einfach hier entlang:
kueperpunk: Science Fiction mit Doppel-X-Chromosom: Orbitale Revisionen...

Sonntag, 26. Februar 2012

Illustration für Tarelda

Setting und Antagonist - eingefangen in einem Augenblick.
Schau'n wir mal, ob sie genommen wird.

Dienstag, 14. Februar 2012

Hello again...

Lange Zeit ist es hier ruhig gewesen, lange Zeit gab es nichts von der literarischen Front zu berichten.

Jetzt kann ich allerdings gleich drei Nachrichten einstellen, wobei die eine noch taufrisch ist:

Gestern kam die Nachricht vom net-Verlag, dass meine Geschichte "Tarelda im Nebel" für die Anthologie Einhörner, Kobolde und andere phantastische Wesen ausgewählt worden ist! Dass Einhörner zwar schön aber nicht zwangsweise von guter Gesinnung sind, wird hier ausführlich beleuchtet.

Die zweite Nachricht betrifft das Fundstücke-Projekt des Wortkuss-Verlags. Hier konnte ich die Geschichte "The mercy seat" zu meinem ganz eigenem Fundstück - einem alten amerikanischen elektrischen Stuhl - rechtzeitig abgeben und auch eine bange Nachfrage bei der Verlegerin Simone Edelberg, ob die Story genügend Horror enthielte, wurde glücklicherweise bejaht. Also macht Euch auf etwas gefasst!

Drittens kann ich mich über mein Belegexemplar aus dem Sphera-Verlag freuen: "Schwester" gibt es seit ca einer Woche nun in gedruckter Form. Die Anthologie "Geschichten neben dem Verstand - Das Fremde in mir" hat die Druckerei verlassen und ist somit käuflich zu erwerben.

Ansonsten kämpfe ich noch mit einer heftigen Schreibblockade, bzw einem leergefegten Hirn, dazu kommen nur wenige Ausschreibungen, die mich bislang reizen. So gesehen wird dieses Jahr viel viel ruhiger werden als das letzte. Schaun wir mal und hoffen das Beste.

Freitag, 2. Dezember 2011

Patchwork


 Gestern ist es bei mir eingetroffen, das Belegexemplar von Nova 18. Im neuen Gewand, im neuen Verlag - und wie ich finde: rundum gelungen.

Neben anderen Stories hochklassiger Autoren ist auch Patchwork enthalten, eine Geschichte, die mit einer Frage endet, die den männlichen Vertretern unserer Spezies so oder so ähnlich auch hin und wieder durch den Kopf gehen mag.

Dabei fängt alles so harmlos an...


[...]Sie ist lange durch die Straßen gewandert, ziellos wie es schien, aber ist das Leben ziellos? Sie ließ sich durch die Menge treiben, tastete sich durch die Mäntel, Jacken, Tücher, die jetzt, im Vorwinter, allesamt nach totem Hund rochen. Sie hielt die Augen geschlossen, spürte mit den Fingerspitzen, spürte mit und auf ihren zwei Quadratmetern Haut die Gleichgültigkeit, den Ärger, das Missfallen derjenigen, deren Kreise sie störte. Sie roch sich durch billige Düfte ohne Kopf- und Fußnote, lernte jeden Tag aufs neue die ganze Varianz menschlicher Ausdünstungen kennen und lieben, verurteilte nichts und niemanden, sondern begrüßte jeden in ihrer Seele, solange sie die Augen nur fest geschlossen hielt, und die Wesen um sie herum kein Gesicht bekamen.
Und während dieses blinden Tanzes, der schweigend, auf Zehenspitzen, aufgeführt wurde – von ihr und den Menschen um sie herum - war sie doch nur auf der Suche.
Als sie nach Stunden erschöpft an einem Laternenpfahl neben einer Ampel innehielt, traf sie sein Duft wie ein Keulenschlag. Halt, murmelte sie. Halt! Mit der Linken krallte sie sich in den Kragenaufschlag seines Tweedmantels, um ihn zu stoppen. Die Rechte flatterte tastend hinauf zu seinem Gesicht. Er war groß, sie musste sich auf die Zehenspitzen strecken. Ein markantes Kinn, Bartstoppeln, rissige Lippen, hängende Backen, aber prägnante Jochbeine. Cäsaren-Nase.[...]

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Grotesk!

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft kann ich wundervolle Neuigkeiten verkünden:

endlich, endlich ist sie erschienen, die Genre-Anthologie Grotesk! des Candela-Verlags.

Und darin befindet sich neben 21 weiteren wundervollen Geschichten auch 'Vulcaniella Pomposella' aus meiner Feder. Ich bin gespannt auf den ersten Moment, ein echtes Hardcover aufzuschlagen, nach meiner Story zu suchen und sie dann das erste Mal in gedruckter Form zu lesen...

Vulcaniella Pomposella lag rücklings auf dem Bett, strich sich über den wogenden Leib und stierte Löcher in den Vormittagshimmel, der blau vor dem gekippten Fenster lungerte. Eine ganze Weile lang balancierte sie eine Pfauenfeder, die, nur von ihren Lippen gehalten, das Himmelsblau in weiten Bögen von links nach rechts durchmaß. Dann drehte sie den Kopf nach links und ließ die Feder auf das Kissen segeln: Sie hatte Hunger.
[...]





Mittwoch, 23. November 2011

2. Nachlese vom MucCon

Als Nachtrag zum MucCon ereilte mich gestern die frohe Botschaft, dass mein Beitrag zum Live-Lyrik-Wettbewerb zu den 10 Gewinner-Gedichten zählt und damit in einem e-book, wie auch in einer Printversion erscheinen wird.

Das freut mich um so mehr, da ich nicht gerade oft dichte, Vampire an sich nicht mag und Humor in meiner Schreibe auch nicht gerade inflationär ist.

Aber wenn die vorgegebenen Worte Schokolade-Vampir-Treppenhaus lauten, dann gehen die Gedanken ihren eigenen Weg. Und während ich so dichtete, musste ich immer an Trude Herr denken.  


Ein Duft nach Schokolade 
zieht
durchs Treppenhaus

Ein junges Mädchen bebt und
flieht
durchs Treppenhaus

...

Soweit der bislang unlektorierte Anfang. Wie und wann der Vampir ins Spiel kommt, was aus dem jungen Mädchen wird - und welche Rolle das Treppenhaus dabei spielt, wird später verraten...



Montag, 7. November 2011

Das war der mucCON!

Sag zum Abschied leise Servus...

...das habe ich heute morgen auch getan, als wir München verließen und wieder gen Nordwesten steuerten.

Der erste mucCon unter der Ägide von Simon(e) Edelberg und Ale Benze liegt glücklich hinter uns - und nun bleibt nur, davon zu berichten.

Das Schönste vorweg: Arno und ich durften beide lesen und uns somit gegenseitig Groupie sein. 
Und es war tatsächlich wunderschön: ein vollbesetzter Elfensaal - zunächst als Arno  "Die ganze Wahrheit" und hernach "Smalltalk" zum Besten gab und dafür mit viel Applaus belohnt wurde.
Aber auch im nächsten Slot drängelten sich die Zuhörer und richteten ihre Aufmerksamkeit auf Karin Jakob mit schwarzer Federboa, Susanne O'Connell im silbernen Space-Suit und mich, dem wandelnden Augenfisch - den drei Damen vom Grill, nein: vom Wortkuss-Verlag.
aufgenommen von Sean O'Connell
Lyrik zu Beginn, eine bitterböse Kurzgeschichte und zum Schluß der Auszug aus einem dystopischen Text, das waren nur einige Highlights der Gemeinschaftslesung, die insgesamt sehr gut angenommen und ebenfalls mit viel Applaus belohnt wurde.

Während andere lasen, saßen der Holde und ich die meiste Zeit am Autorentisch, auf dem sich die Augenfischtassen tummelten, verkauften fröhlich vor uns hin und führten lange Gespräche mit Freunden, die man viel zu selten sieht. Dabei enttarnte sich einer von ihnen als begnadeter Sänger mit einer Vorliebe für humorige Lieder - gell, Martin?
Eifrig wurde an dem Werk für den Lyrik-Wettbewerb getüftelt, wobei ein neuer Schlachtruf entstand: IM TREPPENHAUS!
Danach wurde gezeichnet und so kann ich mich nun gleich erneut an die Arbeit machen und den neuesten Augenfisch colorieren. Nicht Rocketeer, nein Rocketbear ist der Held der Stunde.

Work in progress
Was sonst in Erinnerung blieb:
  • ein überaus charmanter Tod, der die Lesungen ansagte und Handküsse verteilte
  • wunderschöner Schmuck von Vintouch
  • kleine Häkeltierchen von Mo Kast
  • Bücher, Bücher, Bücher
  • alte Freunde, neue Bekannte
  • ein Münchner Unikat am Abend
  • ein kuscheliges Wohlbefinden
  • und nicht zuletzt eine Karrotten-Currysuppe mit Kokosmilch - wie Samt und Seide am Gaumen!
... alles was bis hierhin unerwähnt blieb, das möge man mir verzeihen.
Nur eins sei gesagt: 

2012 - wir freuen uns darauf!